Montag, 12. September 2011

Cheeseburger Deluxe an Chips von roter Bete und Süßkartoffel


In seiner Biografie "Iacocca - Eine amerikanische Karriere" schreibt Lee Iacocca, ehemaliger Präsident und CEO der Chrysler Corporation, dass ihm Henry Ford II immer wieder von den fabelhaften Burgern, die ihm von der firmeneigenen Kantine zubereitet werden, berichtet. Es seien "die besten Burger der ganzen Welt", so Ford.

Irgendwann beschließt Iacocca dem Geheimnis der sagenumwobenen Burger auf die Spur zu kommen. Wie sich schnell herausstellt, dreht man dem damaligen Vorstandsvorsitzenden und CEO der Ford Motor Company eine Mischung aus Hüft- und Filetsteak vom Rind durch den Fleischwolf und formt daraus die Patties für Fords heiß geliebte Burger.


Für den Chef nur das Beste!


Zutaten (für 2 Personen)



Burger
  • 125 g Hüftsteak (gehackt)
  • 125g Filetsteak vom Rind (gehackt)
  • 2 Sesambrötchen oder Burger Buns
  • ein paar Salatblätter (z.B. Eichblatt o. Eisberg)
  • 1 weiße Zwiebel
  • 2 Scheiben Höhlenkäse (z.B. Kaltbach Le Gruyère)
  • 2 El Tomatenketchup
  • 4 Tl Mayonnaise

Vegi-Chips
  • 2 Rote Bete
  • 2 Süßkartoffeln
  • Öl zum Frittieren

Maiskolben
  • 1-2 Maiskolben
  • 1 El Zucker
  • etwas Butter & Salz


Zubereitung


Vegi-Chips

1.
Rote Bete und Süßkartoffel schälen und in dünne Scheiben schneiden. Öl in einem Topf stark erhitzen, die Chips portionsweise frittieren, anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen und salzen.


Burger


1.
Das Hackfleisch, aus den bereits vom Metzger durch den Fleischwolf gedrehten Steaks, zu zwei Patties formen. Sehr wenig Öl in einer Pfanne erhitzen und die Patties bei starker Hitze von beiden Seiten jeweils ca. zwei Minuten stark anbraten. Vorsichtig etwas Wasser in die Pfanne geben. Den Käse auf das Patty legen damit er schmilzt. Die Pfanne mit einem Deckel verschließen und die Patties bei mittlerer bis niedriger Hitze bis zum gewünschten Grad (vorzugsweise medium bis well done) fertig garen.

2.
Währenddessen den Salat waschen, die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden sowie die Brötchen aufschneiden und leicht toasten. Die unteren Brötchenhälften mit Salat, Zwiebelringen, Ketchup und Mayonnaise, dem fertigen Patty, wieder Salat und Zwiebelringen samt Ketchup und Mayonnaise belegen und mit der oberen Brötchenhälfte abschließen.


Maiskolben


1.
Parallel Wasser und Zucker in einem Topf zum Kochen bringen. Den Maiskolben in zwei etwa gleichgroße Hälften teilen und erst ca. zehn Minuten bei geschlossenem Deckel kochen, dann beiseite stellen und weitere fünf Minuten fertig garen.

2.
Alles auf einem großen Teller anrichten, die Maiskolben mit etwas Butter bestreichen und mit wenig Salz bestreuen.

Guten Appetit!


Samstag, 3. September 2011

Sushi-Variationen



Sushi, das man in Japan mit der Hand isst, während der Rest der Welt dazu Essstäbchen benutzt, ist im Grunde kein ursprüngliches japanisches Gericht, sondern hat seinen Ursprung in einer Konservierungsmethode für Süßwasserfisch, den die Bewohner entlang des Mekongs entwickelten.

In seiner heutigen Form entstand Sushi gegen Ende des 18. Jahrhunderts, als Yohei Hanaya anfing längliche Ballen aus gesäuertem Reis zu formen, die er mit rohen Fischscheiben belegte. 

In den westlichen Ländern wurde Sushi erst gegen Mitte des letzten Jahrhunderts bekannt, als im Jahre 1966 in Los Angeles die erste Sushi-Bar eröffnete.

Auch wenn man vermutlich nie die Perfektion japanischer Sushi-Meister erlangen wird, so ist die Herstellung doch weit weniger kompliziert als es den Anschein hat. Auch sind der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ob Fisch, Fleisch, Gemüse oder sogar Obst. Sushi ist so vielseitig und macht in der Regel auch optisch einiges her.

Also probiert Euch aus und kreiert doch mal Eure eigenen Sushi-Kreationen.

Viel Spaß!


Zutaten (für 2 Personen)

Sushi-Reis
  • 200 g Sushi-Reis
  • 200 ml Wasser
  • 50 ml japanischer Reisessig
  • 10 g Salz
  • 40 g Zucker

California Roll (2 Rollen)
  • 2 halbe Nori-Blätter
  • 50 g Bio Garnelen gekocht und geschält
  • 1/2 Avocado
  • 1/2 Salatgurke in Streifen geschnitten
  • gerösteter Sesam
  • Mayonnaise

Lachs Nigiri (4 Stück)
  • 75 g frisches Lachsfilet
  • 1 Tl Wasabipaste

Black & White Inside-Out Roll (1 Rolle)
  • 1 halbes Nori-Blatt
  • 40 g Frischkäse
  • Bio-Kressse
  • gerösteter Sesam
  • Sesam

Sonstiges
  • japanische Sojasauce
  • Wasabipaste
  • eingelegter Ingwer


Zubereitung

Sushireis

1.
Den Reis nach Packungsanweisung kochen. Parallel den Reisessig in einem kleinen Topf leicht erwärmen. Keinesfalls kochen. Zuerst das Salz, dann den Zucker vollständig darin auflösen. Abkühlen lassen.

2.
Den fertigen Reis mit der Essigzubereitung übergießen und in eine große, flache Schüssel umfüllen. Mit einem Holzspatel oder einem Löffel vorsichtig mischen. Das geht am besten, wenn man alle 5 bis 10 Minuten den Reis portionsweise mit dem Spatel wendet und mehrmals horizontal mit demselben einschneidet. Keinesfalls zu viel rühren, sonst wird er schmierig. Nach etwa 30 Minuten, wenn der Reis einen leichten Glanz erhalten und Körpertemperatur hat, ist er bereit zur Weiterverarbeitung.


California Roll

1.
  Die Garnelen in Stücke schneiden und beiseite stellen. Die Avocado schälen, längs in 1 cm breite Streifen schneiden.

2.
  Den Reis auf das halbierte Nori-Blatt verteilen. Das Ganze umdrehen. Mit Mayonnaise bestreichen, mit den Garnelen, Avocadospalten und den Gurkenstreifen belegen.

3.
Alles mithilfe der Sushi-Matte einrollen. In geröstetem Sesam wälzen und in 3 oder 4 Stücke schneiden.


Nigiri-Sushi mit Lachs

1.
Lachsfilet schräg zur Faser in 4 dünne Scheibchen schneiden und auf einer Seite dünn mit Wasabipaste bestreichen.

2.
Aus dem Sushireis 4 längliche Klößchen formen und jeweils ein mit Wasabipaste bestrichenes Fischscheibchen darauflegen und leicht andrücken.


Black & White Inside-Out Roll

1.
Den Reis auf das halbierte Nori-Blatt verteilen. Das ganze umdrehen. Mit Frischkäse bestreichen und nahe des später innen liegenden Randes ein kleines Büschel Bio-Kressesprossen legen.

2.
Alles mithilfe der Sushi-Matte einrollen. Auf der einen Seite in ungeröstetem, auf der anderen Seite in geröstetem Sesam wälzen und in 3 oder 4 Stücke schneiden.


Je nach Geschmack passt dazu japanische Sojasauce oder Wasabipaste. Der eingelegte Ingwer schmeckt nicht nur ausgezeichnet dazu, sondern hilft auch bei der Verdauung des rohen Fisches.

Donnerstag, 1. September 2011

TastyBox August 2011


Für all diejenigen, welche noch nie etwas von der TastyBox gehört haben, hier eine kurze Einführung zum Thema von Guerson und Sammy, den Gründern von foodiesquare:

"Die TastyBox enthält Lebensmittel verschiedener kleiner Manufakturen, aus denen ein schmackhaftes Gericht sehr einfach gezaubert werden kann. Unser Koch erstellt hierfür ein Rezept, sodass innerhalb con ca. 30 min. eine Mahlzeit für 2 oder mehrere Personen gekocht werden kann. Wir werden außerdem Informationen zu den Herstellern und Produkten beilegen, damit Ihr genau wisst woher die einzelnen Lebensmittel stammen."




Bereits am Mittwoch vergangener Woche kam die aktuelle TastyBox, auf die ich ursprünglich durch einen Blogeintrag auf 
Alice im kulinarischen Wunderland aufmerksam geworden bin, bei mir an. Da ich allerdings den Rest der Woche nicht zuhause, sondern zusammen mit meinem Vater in der Nähe von Passau bei der Niederbayernrallye war, bei der er an der Seite des wohl besten Rallyefahrers aller Zeiten, Walter Röhrl, den Shakedown mitfahren durfte, bin ich erst Anfang dieser Woche dazu gekommen mir den Inhalt der TastyBox genauer anzusehen.


Enthalten waren: 1kg Spätzlemehl aus der Zeller Mühle, ein Stück 32 Monate gereifter Schinken vom bunten Bentheimer Schwein aus dem Schinken-Museum F.W. Meyer, drei Stück 5, 12 und 18 Monate gereifter Allgäuer Bergkäse von Oyfach guat, zwei Flaschen Zwickel-Bier aus der Hausbrauerei Klier sowie ein Fläschchen Apfel-Edelbrand Kaiser Wilhelm aus der Dresdner Spezialbrennerei August Rex. Ebenfalls in der TastyBox befand sich ein Brief mit dem Rezept für Allgäuer Kässpatzn und einer kleinen Deutschlandkarte auf der Rückseite, auf der die Herkunftsorte der einzelnen Produkte markiert, und eine kurze Einführung sowohl zum Produkt an sich, als auch zum Produzenten  zu finden war.




Da wir recht häufig Kässpatzn (oder Chaaschnöpfli oder Käsepsätzle) essen, bereitete uns die Zubereitung keinerlei Schwierigkeiten und so stand nach kurzer Zeit eine Pfanne voll leckerster Kässpatzn vor uns auf dem Tisch.


Besonders angetan bin ich von dem Allgäuer Bergkäse ...und das ist noch ziemlich untertrieben. Ich habe einige Jahre in der Schweiz am schönen Zürisee gelebt. Während dieser Zeit hatte ich die Möglichkeit mich durch eine schier unendliche Auswahl allerfeinster Käsesorten probieren zu können, und ich muss ehrlich gestehen, dass mir bis dato noch kein Bergkäse untergekommen ist, der mich so vom Hocker gehauen hat wie der von
oyfach guat aus Oy-Mittelberg im Allgäu. 

Eigentlich ist es ein Unding diesen Käse zur Herstellung von Kässpatzn zu verwenden. Das ist gefühlt in etwa so, als würde man eine Flasche Dom Pérignon der Andy Warhol Serie zum Kochen verwenden. Denn durch das Schmelzen geht die einzigartige Cremigkeit des Käses, die zusammen mit dem wirklich fantastischen, fruchtig-würzigen Geschmack einen großen Teil des Charakters ausmacht, verloren.

Allen Liebhabern exquisiter Lebensmittel aus deutschen Landen, denen neben Geschmack und Qualität der Produkte auch die Nachhaltigkeit und das ökologische Wirtschaften der Produzenten wichtig ist, seien foodiesquare und die TastyBox wärmstens empfohlen.