Montag, 30. Juli 2012

TV-Tipp: Food-Night auf "Phoenix"

Phoenix zeigt in der Nacht von Montag auf Dienstag dieser Woche diverse interessante Dokus rund um die Themen Ernährung, Genuss und Molekularküche:

- 00.40 Uhr: Essen im 21. Jahrhundert - Mit Hightech auf den Tisch

- 01.25 Uhr: Essen im 21. Jahrhundert - Trends und Visionen

- 02.10 Uhr: Essen macht glücklich! - Eine kulinarische Entdeckungsreise rund um die Welt

- 03.35 Uhr: Hexenmeister am Herd - Spitzenköche auf dem Weg ins kulinarische Neuland*
*Paco Roncero, ehemaliger Schüler von Ferran Adrià, zu Gast bei Mario Lohninger, in dessen (mittlerweile leider geschlossenen) Restaurants Micro und Silk im Frankfurter Cocoon Club.

Mario Lohninger: Cocoon Club Menues
bei Amazon.de

Johannisbeer-Baiser-Kuchen


Weil von der Zubereitung der Vanillesoße für die Dampfnudeln noch 3 Eiweiß übrig waren, und weil ich Kuchen mit Baiser (viiiiiiiieeel davon!) und Früchten (je saurer, desto lieber – leider ist die Rhabarbersaison ja schon wieder vorbei) liebe, habe ich noch schnell einen kleinen Johannisbeer-Baiser-Kuchen gebacken.


Johannisbeer-Baiser-Kuchen


Zutaten (für eine 17 cm Springform)

  • 60 g Butter
  • 160 g Zucker
  • etwas geriebene Vanille
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 1 TL Backpulver
  • 100 g Mehl
  • 1 TL Butter
  • 200 g Johannisbeeren
  • 3 Eiweiß

Zubereitung

1. Backofen auf 180° C vorheizen. Weiche Butter mit 60 g Zucker, Vanille und Salz schaumig rühren. 1 Ei hinzufügen und verrühren, dann Backpulver und Mehl unterrühren.

2. Teig in die mit dem 1 TL Butter gefettete Springform geben. Die geputzten Johannisbeeren auf dem Teig verteilen und den Kuchen auf dem mittleren Rost des Backofens 20 min backen.

3. Einige Minuten vor Ablauf der 20 min die 3 Eiweiß steifschlagen. Anschließend 100 g Zucker unterrühren. DieBaisermasse auf dem Kuchen verteilen und nochmals 15 bis 20 min backen, dabei darauf achten, dass das Baiser nicht zu dunkel wird. Gegebenenfalls gegen Ende nur noch mit Unterhitze arbeiten.

4. Den fertigen Kuchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Beim Lösen des Springformrandes darauf achten, dass das Baiser nicht hängenbleibt. Nötigenfalls mit einem Messer nachhelfen und den Baiser vom Rand trennen.


Guten Appetit!

by Sabine

Dampfnudeln mit Aprikosenkompott und Vanillesoße


Bereits vor einigen Tagen gab es bei uns Dampfnudeln, weil ich, wiederum einige Tage vorher, tierisch Appetit auf eben diese hatte – da war es noch kalt… Als die Gelüste schließlich befriedigt werden konnten - vorher war keine Zeit - war es dann doch schon, gelinde gesagt, sommerlich. Aber was soll‘s, da bin ich nicht so, ich esse auch Dampfnudeln bei  > 30°C.

Dampfnudeln mit Aprikosenkompott und Vanillesoße


Zutaten (für 2 Personen)


  • 250 g Mehl
  • 1 Beutel Trockenhefe
  • 1 Prise Salz
  •  etwas abgeriebene Zitronenschale
  • 9 TL Zucker
  • 1 Ei
  •  350 ml Milch
  • 2 TL Butter
  • 12 kleinere Aprikosen
  • 3 Eigelb
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • 1 EL Speisestärke
  • 350 ml Milch

Zubereitung

1. Mehl, Trockenhefe, Salz, Zitronenschale und 1 TL Zucker vermischen. Ei, 150 ml Milch und 1 TL weiche Butter hinzufügen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig an einem warmen Ort abgedeckt ca. 20 min gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

2. In einer hohen Pfanne mit Deckel 200 ml Milch, 1 TL Zucker und 1 TL Butter leicht erwärmen. Aus dem Teig Dampfnudeln formen und in die warme Milch legen. Nochmals abgedeckt 15 min gehen lassen.

3. Nun die Milch mit den Dampfnudeln darin zum Kochen bringen. Wenn es richtig ordentlich brodelt (den Deckel immer schön drauflassen!), die Temperatur um die Hälfte reduzieren und ca. 20 min köcheln lassen.

4. In der Zwischenzeit die Aprikosen halbieren und entsteinen, in eine mikrowellengeeignete Schale geben, einen Schluck Wasser sowie 1 TL Zucker hinzugeben und ca. 3-4 min auf voller Leistung in der Mikrowelle erhitzen. Es schadet nicht, nach der Hälfte der Zeit einmal vorsichtig umzurühren.

5. Eigelb, 6 TL Zucker, Vanille und Speisestärke in einem kleinen Topf glatt rühren. Die Milch zugeben und bei schwacher Hitze rühren, bis die Soße eindickt. Wichtig: die Soße darf nicht kochen.

6. Dampfnudeln mit Aprikosen und Vanillesoße servieren.


Guten Appetit!


by Sabine

Herzlich willkommen Sabine!

An dieser Stelle ein ganz herzliches Willkommen an meine Freundin Sabine!

Sie wird in Zukunft öfters, hauptsächlich zum Thema "Backen & Süßes", auf "Wasabi für Anfänger" posten.


Das Rezept für
Dampfnudeln mit Aprikosenkompott und Vanillesauce ist von ihr.

Damit ihr besser auseinanderhalten könnt von wem welcher Beitrag stammt, werden wir diese in Zukunft mit
by Sabine oder by Marc kennzeichnen.

Einen guten Start in die Woche wünschen


Marc & Sabine

Freitag, 27. Juli 2012

Penne mit Rucola und geröstetem Parmaschinken


Thank god its friday!


Die vorletzte Juliwoche zeigt sich bisher von ihrer besten Seite, verwöhnt uns mit Sonnenschein und Temperaturen von zum Teil über 35°C. An solchen Tagen macht Roadster fahren richtig Spaß!

D
ie jeweils knapp 40 Minuten morgens und abends waren dann aber auch schon alles was ich in den letzten vier Tagen vom Sommer mitbekommen habe. Bürojob. Ihr versteht?

Wenn ich dann irgendwann so nach sieben Uhr abends endlich zuhause bin, setze ich mich gerne noch bis Sonnenuntergang auf den Balkon und lese ein Buch oder Magazin. Dabei kann ich wunderbar entspannen.


Meine derzeitige Lektüre ist 
"Will Write for Food" von Dianne Jacob.


An solchen Abenden möchte ich dann auch nicht ewig in der Küche stehen. An solchen Abenden möchte ich etwas essen das raffiniert aber dennoch schnell zuzubereiten ist.

Nachdem ich euch vorgestern bereits den
Kokos-Huhn-Reis mit Limettendressing aus Donna Hay's Buch "Schnelle Küche mit Stil" vorgestellt habe, sind heute Penne mit Rucola und geröstetem Parmaschinken an der Reihe.

Die Mengenangaben habe ich wieder, meinem persönlichen Geschmack entsprechend, abgewandelt.


Penne mit Rucola und geröstetem Parmaschinken


Zutaten (für 2 Personen)

  • 125 g Penne
  • 6 Scheiben Parmaschinken
  • 1 El Olivenöl
  • 1 El Balsamico-Essig
  • 50 g zarte Rucola-Blätter
  • Fleur de Sel und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

1. Die Penne nach Packungsanweisung al dente kochen.

2. Gleichzeitig den Parmaschinken unter dem Ofengrill anrösten oder in der Pfanne anbraten und den Rucola von überlangen Stielen befreien.

3. Penne, Parmaschinken und Rucola zusammen mit Öl und Balsamico-Essig in eine Schüssel geben und miteinander vermengen. Kurz abschmecken und mit Fleur de Sel und Pfeffer würzen.

Guten Appetit!

Donnerstag, 26. Juli 2012

Der stern: Unersättlich! McDonald's im Check


Kein Zusammenhang zwischen Übergewicht und dem Verzehr von Burgern


Im Jahre 2002 schien das weltweit größte Burger-Imperium an seine Grenzen gestoßen zu sein.

Ausgelöst durch die Klagen zweier Mädchen in den USA, die den Konzern für Ihre Fettsucht verantwortlich machten sowie der Aussage eines Firmensprechers es gebe zwischen Übergewicht und dem Verzehr von Burgern keinerlei Zusammenhang, machte sich Filmemacher Morgan Spurlock auf zum Selbstversuch und aß 30 Tage ausschließlich bei McDonald's.


"Super Size Me" McDonald's historisches PR-Desaster


Heraus kam der Film "Super Size Me", der zum historischen PR-Desaster für den Fast-Food-Riesen werden sollte.

Heute, zehn Jahre später, ist McDonald's erfolgreicher als je zuvor. Dank aufpoliertem Image, Salat und Cappuccino. Besonders in Deutschland versucht sich McDonald's einen grünen Anstrich zu geben und macht dabei selbst vor dem Firmenlogo nicht halt. Die "Golden Arches" thronen seit einiger Zeit auf grünem GrundAber hat der Burger-Konzern tatsächlich einen Wandel vollzogen oder ist alles nur Show? 


McDonald's im Check: Hat der Konzern einen Wandel vollzogen?


Was hat sich in den Bereichen "gesunde" Ernährung, Nachhaltigkeit, Kundenbindung und Arbeitsbedingungen seit 2002 getan? Werner Hinzpeter und Fotograf Marcus Vogel haben sich auf die Suche nach den Antworten begeben.

Das Fazit: 
Auch heute ist der Verzehr von Burgern nicht gesünder als vor zehn Jahren und McDonald's kein grünes Unternehmen. Aber man macht Schritte in die richtige Richtung. Wohlgemerkt in erster Linie zum Wohle des Unternehmens, nicht dem des Kunden. Würde man dem Burger-Riesen ein Zwischenzeugnis ausstellen, stünde dort vermutlich der Satz "McDonald's ist stets bemüht.".

Den vollständigen Artikel findet man in der aktuellen Ausgabe des stern. #31 vom heutigen Donnerstag.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Kokos-Huhn-Reis mit Limettendressing


Schon seit Längerem habe ich mit dem Kauf eines von Donna Hay's Kochbüchern geliebäugelt.

Vor knapp zwei Wochen habe ich mich dann endlich durchgerungen und ein Werk der Australierin erstanden.


Donna Hay: Schnelle Küche mit Stil


...heißt im Original "The Instant Chef" und hat mich vor allem aufgrund der tollen Fotos von Con Poulus und dem Versprechen nach schnell zuzubereitenden und gleichzeitig optisch reizvollen Gerichten angesprochen.

Eventuell werde ich, sobald ich ein paar der Rezepte ausprobiert habe, eine Rezension darüber schreiben. Die findet Ihr dann selbstverständlich hier auf Wasabi für Anfänger.


Kokos-Huhn-Reis mit Limettendressing

Hay's Rezept habe ich meinem Geschmack entsprechend leicht abgewandelt, indem ich auf die Zugabe von Fischsauce verzichte und etwas weniger Limettensaft verwende.

Zutaten (für 2 Personen)
  • 110 g Jasmin-Reis
  • 125 g Hühnerfleisch, gegart und in Streifen geschnitten
  • 1 Mini-Romana-Salat, gewaschen und in Blätter zerteilt
Für das Dressing
  • 100 ml Kokosnuss-Crème
  • 75 ml Limettensaft
  • 10g frische Minze, gehackt (In etwa eine große Hand voll Minzblätter)
  • 1 große rote Chilischote, entkernt und in kleine Streifen geschnitten

Zubereitung

1. Den Reis nach Packungsanweisung garen.

2. Kokosnuss-Crème, Limettensaft, Minze und Chili zu einem Dressing verrühren.

3. Den gegarten Reis mit dem Dressing und dem Hühnerfleisch mischen und in Schälchen füllen, die ihr zuvor mit den Salatblättern ausgelegt habt.

Guten Appetit.

Montag, 23. Juli 2012

#TodaysLunch


Täglich nutzen Leute dieses Hashtag, um den Rest der Welt darüber zu informieren was bei ihnen mittags auf den Tisch gekommen ist.

Bis jetzt bin ich auch noch nicht auf die Idee gekommen, dass es Twitters 500 Millionen Nutzer interessieren könnte, was ich in meiner heutigen Mittagspause gegessen habe; und das obwohl ich hier an einem Food-Blog schreibe. Aber da Millionen anderer Nutzer offensichtlich der Ansicht sind, dass dem so ist, habe ich mir heute einfach mal ein paar der entsprechend markierten Tweets näher angesehen.

Dabei ist mir aufgefallen, dass in den Büros dieser Welt 
dem Mittagessen offenbar kein sonderlich hoher Stellenwert beigemessen wird. Ich finde hauptsächlich Fotos von Fertiggerichten für die Mikrowelle, diversen Burgern, Pommes Frites und anderem frittierten, in der Regel nicht näher zu identifizierendem Allerlei, Bohnen mit Speck, Makkaroni mit Käse, Chips, Schokoladen-Croissants, einer Tüte M&Ms, diversen Limonaden, Espresso, Pizza et cetera.

Meine Top 3 in aufsteigender Reihenfolge sind ein White Chocolate Macadamia Bar
for Women, zwei Toast mit Eiswürfeln, und auf Platz Nummer 1, Laugenbrezel-Sticks umhüllt mit Cheddar-Käse(-Imitat), umhüllt mit Erdnussbutter, umhüllt mit Schokolade. Hah! Beat This!!!

Warum sind wir, wenn es um unser Mittagessen geht, offenbar so unkreativ und wenig wählerisch?


Wenn ich ehrlich bin, könnte auch mein Mittagessen hin und wieder abwechslungsreicher ausfallen. Dabei habe ich schon das große Glück, dass es in unmittelbarer Nähe meines Büros diverse wirklich gute Restaurants gibt, die, wenn die Zeit knapp ist, zum Teil auch einen Lieferservice bieten.


Ab und zu habe ich aber weder Lust auf chinesisch, griechisch, indisch, italienisch, thailändisch, türkisch, Sushi, etwas vom Metzger oder dem Fischrestaurant ganz in der Nähe. An manchen Tagen habe ich ganz einfach keine Lust auf etwas Warmes und auch nicht auf die meist lieblos zusammengestellten und in der Regel vollkommen überteuerten Salate; besonders wenn die Küche das Dressing mit Hilfe von Knorr Fix Salatkrönung "verfeinert" hat.


Dann kommt es mir ganz zu pass, dass es fußläufig einen Bio-Supermarkt mit reichhaltigem Angebot gibt. So  werde ich auch heute relativ schnell fündig. Ein Baguette Parisienne, ein paar Scheiben Kernrauchschinken, eine Hand voll Pflücksalat, unter anderem mit jungem Spinat und rotem Mangold sowie etwas Ziegenfrischkäse und fertig ist mein Mittagessen für heute.


Ganz unkompliziert, nicht zu teuer und vor allem frisch.


Was esst ihr so zu Mittag? Kocht ihr zuhause etwas das ihr dann mit zur Arbeit nehmt? Habt ihr eine Kantine im Haus? Wie schafft ihr es etwas kulinarische Abwechslung in eure Mittagspause zu bringen? 
Oder haltet ihr es mit Gordon Gekko, der bekanntlich der Meinung ist, dass nur Flaschen zu Mittag essen?

Sonntag, 22. Juli 2012

Lemon Curd


Nach mehr als zwei Wochen Herbstwetter, ist der heutige Sonntag der erste Tag, den man guten Gewissens als echten Sommertag bezeichnen kann. Temperaturen von 24°C im Schatten haben uns dann auch dazu veranlasst, seit einer gefühlten Ewigkeit, wieder unter freiem Himmel zu Frühstücken.

In weiser Voraussicht hatte ich bereits vor ein paar Tagen 
Lemon Curd, das im Vereinigten Königreich traditionell zum Four O'Clock Tea, zusammen mit Toast und frisch gebackenen Scones gereicht wird, gekocht.

Schon beim Reiben der Zitronenschale, deren Duft den ganzen Raum erfüllt, fühle ich mich an Orte wie die italienische Amalfiküste, mit ihren berühmten, weitläufigen Zironenhainen, versetzt.


Da mir persönlich handelsübliches Lemon Curd etwas zu süß ist, nehme ich vergleichsweise weniger Zucker und Butter, dafür mehr Zitronensaft und Zitronenabrieb als die meisten anderen Rezepte vorschreiben.

Wichtig ist, dass ihr während der Zubereitung wie ein Fuchs darauf achtet das Ei nicht gerinnen zu lassen. Es sei denn, ihr steht der Idee von süßem Zitronen-Rührei nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber.


Später werde ich mich mit einem guten Buch und einem kühlen Glas Weißwein ins Freie setzen und den letzten Tag des Wochenendes in aller Ruhe ausklingen lassen.


So schön kann Sommer sein.

Zutaten (für 1 Glas)
  • 100 ml Saft und 1 El abgeriebene Zitronenschale von 2-4 Bio-Zitronen (je nach Größe)
  • 140 g Zucker
  • 1 Msp Vanillemark
  • 1 El Butter
  • 3 Eier (Größe L)

Zubereitung


1. Den Saft und die abgeriebene Schale zusammen mit dem Zucker, dem Vanillemark sowie der Butter in einem kleinen Topf unter Rühren erhitzen. Sobald es anfängt zu kochen den Topf vom Herd nehmen und diesen auf die kleinste Stufe herunterdrehen.

2. Die Eier sorgfältig miteinander verquirlen und, unter ständigem Rühren, durch ein feines Sieb in den Topf geben.

3. Den Topf wieder auf den Herd stellen und nochmals für ca. 10 Minuten erhitzen. Ab und zu umrühren. 

4. Sobald das Lemon Curd Raumtemperatur erreicht hat, diese in ein Marmeladen-Glas füllen und verschlossen im Kühlschrank lagern. So ist es zirka zwei Wochen haltbar.

Guten Appetit!

Samstag, 21. Juli 2012

Ein Blick in fremde Küchen: Überbackenes Gyros auf Fladenbrot


Das Rezept für diese herzhafte und schnell zuzubereitende Köstlichkeit mit griechisch-, türkischem Touch, hat meine Freundin im Netz aufgespürt. Ihr findet es hier, auf Evis Blog mit dem passenden Namen "Küchenzaubereien".

Viel Spaß beim Nachkochen!

PS ~ Als Beilage empfiehlt sich ein knackiger Salat.

Süße Beeren-Lasagne mit Sommerfrüchten


Die aus Bologna stammende Lasagne pasticciate, hierzulande besser als Lasagne al forno bekannt, ist beliebt bei Groß und Klein und gehört mit zu den populärsten italienischen Pastagerichten überhaupt.

Das liegt sicherlich auch daran, dass sie so herrlich vielseitig ist. Neben der klassischen Lasagne mit Ragù alla Bolognese, Béchamelsauce und geriebenem Parmigiano Reggiano lassen sich vor allem mit saisonalem Gemüse die farbenfrohsten und geschmacklich abwechslungsreichsten Varianten auf den Tisch bringen. Im Grunde setzt nur die eigene Fantasie Grenzen.

Aber wusstet ihr schon, dass Lasagne auch ein wunderbares Dessert sein kann?

Zutaten (für 2 Personen)
  • 3 Lasagne-Platten
  • Öl zum Frittieren
  • Beeren oder Obst (je nach Saison)
  • 100 ml süße Sahne
  • 1 Tl Zucker
  • 1/2 Vanilleschote
  • Puderzucker
  • weiße Kuvertüre

Zubereitung

1. Die Lasagne-Platten 1-2 Minuten in sprudelndem Wasser kochen. Mit einer Küchenzange herausnehmen und mit einem Speisering oder einem Glas jeweils zwei Runde Plättchen aus der Lasagne-Platte stechen. Alternativ kann man die Platte auch mit einem Messer in zwei Hälften teilen.

2. Die Lasagne-Plättchen kurz in heißem Öl frittieren bis sie goldbraun sind. Mit der Küchenzange herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

3. In der Zwischenzeit die Beeren, je nach Größe, halbieren oder vierteln. Die Vanilleschote längs halbieren. Das Mark auskratzen und zusammen mit dem Zucker zur Sahne geben und diese steif schlagen.

4. Das erste Lasagne-Plättchen mit einer Schicht Beeren bedecken. Darauf kommt das zweite Plättchen, auf welchem wiederum eine Schicht Beeren verteilt wird. Auf diese wird nun die Vanille-Sahne gestrichen und das dritte Plättchen darübergelegt.

5. Mit Puderzucker bestäuben und zu guter Letzt die Beeren-Lasagne mit der geriebenen Kuvertüre bestreuen.

Guten Appetit!

Freitag, 20. Juli 2012

Süße Polenta mit gegrillten Pfirsichen


Nach den vergangenen Regentagen sagen die Wetterfrösche im TV nun schönes Wetter bei sommerlichen Temperaturen zwischen 25 und 30°C voraus. Wenn alles gut läuft wohlgemerkt. Wenn nicht, dann bleibt es so wie es ist. Im Moment regnet es.

Es ist Juli und eigentlich sollten wir Sommer haben. Ist aber nicht so.

Ein Bekannter von mir sagte heute, dass er auf August setzt. Im August kommt der Sommer nach Deutschland. Bestimmt. Meint er.

Ich hingegen meine, dass er aufs falsche Pferd setzt. Der Meinung bin ich, da ich erst vor Kurzem im Archiv des Deutschen Wetterdienstes gestöbert hatte.

In Bezug auf den August vergangenen Jahres erinnert man sich dort hauptsächlich an "schwere Gewitterschauer die für Überschwemmungen sorgten" und "Temperaturen zwischen 14 und 20 Grad" aber immerhin auch an "vereinzelte Ausreißer mit nahezu badetauglichen Temperaturen".

Über den August 2010 stehen dort sogar Dinge zu lesen wie "Sehr sonnenscheinarm und so nass wie nie zuvor" oder "Rekordniederschläge! Extrem nasser August." sowie "Seit Beginn der Aufzeichnungen der Sonnenscheindauer im Jahr 1951 war bislang nur der August 2006 trüber."

Ich überlege gerade ob ich ihn nicht zu einer kleinen Wette herausfordern soll. Sollte ich Recht behalten, gewinne ich vielleicht eine Einladung zum Lunch oder eine Flasche Wein. Wenn nicht, dann hatten wir wenigstens einen schönen August.

Eigentlich kann ich gar nicht verlieren.

Bis der August und damit, wie mein Bekannter meint, der Sommer nach Deutschland kommt, hier noch schnell ein Rezept das schon jetzt etwas Sommer zu euch nachhause bringt.

Zutaten (für 2 Personen)

  • 200 ml Milch
  • 2 1/2 El Zucker
  • 1/2 El abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • 1/2 Vanilleschote
  • 50 g Polenta
  • 2 El weiche Butter
  • 3 Pfirsiche
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

1. Die Pfirsiche halbieren und entkernen. Die Vanilleschote längs halbieren und das Mark auskratzen.

2. Milch mit 1 1/2 El Zucker, der Zironenschale und dem Mark der Vanilleschote aufkochen.

3. Unter Rühren die Polenta hinzugeben. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen so lange kochen, bis sich der Teig vom Topfrand löst.

4. Den Teig auf einem Backblech ca. 2 cm dick ausstreichen und abkühlen lassen. Dann in Stücke schneiden.

5. Die Butter un den restlichen Zucker vermischen und die Schnittflächen der Pfirsiche damit bestreichen. Auf dem Grill die Pfirsiche ca. 6-8, die Polenta ca. 4-6 Minuten von beiden Seiten grillen.

6. Mit dem Puderzucker bestreut servieren.

Guten Appetit!

Mittwoch, 18. Juli 2012

Foto-Neid

Ja. Ich habe Foto-Neid.

Wenn man sich die Foodblogger-Szene mal genauer ansieht, stellt man doch recht schnell fest, dass sich darunter nicht wenige professionelle Fotografen tummeln.

Klar. Das Auge isst schließlich mit.

Wenn man als - nicht einmal - Hobbyfotograf seine eigenen Fotos mit denen der Profis vergleicht, könnte man geradezu in Depressionen verfallen.


Aber solange die Anschaffung einer in der Regel mehrere tausend Euro teuren, digitalen Spiegelreflex-Kamera, diverser Objektive, Stative sowie der unterschiedlichsten Studiolichter und Reflektoren, aus was für Gründen auch immer, nicht in frage kommt, muss man sich eben mit dem behelfen was man so hat.

In meinem Fall sind dies eine Point-'n-Shoot-Kamera vom Typ Canon PowerShot SX210 IS und ein iPhone 4S.

Zum Glück gibt es eine Fülle von Bildbearbeitungssoftware. Kostenlose Programme wie beispielsweise GIMP, Apps für iPhone und iPad die im einstelligen Eurobereich liegen, für den Hobbyfotografen erschwingliche, wie Adobes Photoshop Elements, bis hin zu den mehrere hundert Euro teuren Programmen für Profis, wie der Creative Suite, ebenfalls von Adobe.

Aber schon mit den kostenlosen Programmen lassen sich, nach kurzer Einarbeitungszeit, recht vorzeigbare Ergebnisse erzielen.

Da die Lichtverhältnisse draußen am frühen Abend noch recht brauchbar waren, mir graut bereits jetzt vor Herbst, geschweige denn Winter, habe ich einfach mal etwas rum gefrickelt...






Pikanter Tomaten-Paprika-Reis mit zartem Schmelz


Diese Reisvariante ist ursprünglich ein Reste-Essen gewesen. Zusammengewürfelt aus dem was mein Kühlschrank zu Zeiten meiner Ausbildung so hergab, und zu Anfang auch mit der Aussicht das Ergebnis, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, im Hausmüll entsorgen zu müssen.

Aber manchmal kommt eben alles ein bisschen anders als man denkt...

Zutaten (für 2-4 Personen)

  • 100g Langkorn Reis
  • 1/4 Parika rot
  • 1/4 Paprika grün
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 kleine Chili-Schote (rot oder grün)
  • 1 El Olivenöl
  • 2 El Weißwein-Essig
  • 5 El Tomatenmark
  • 75 ml Wasser
  • 3-4 El Sahne-Schmelzkäse
  • 1 Tl Rosenpaprika (scharf)
  • 1 El Basilikum, gehackt

Zubereitung

1. Den Langkorn Reis nach Packungsanleitung zubereiten

2. Währenddessen die beiden Paprika waschen, vierteln, von den Kernen befreien und jeweils ein Viertel in kleine Würfel schneiden. Die Chili-Schote ebenfalls kurz abwaschen, längs halbieren, von den Kernen befreien und in kleine, dünne Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden.

3. Das Olivenöl im Topf oder einer Pfanne erhitzen, Parika, Chili-Schote und Zwiebeln hinzugeben und bei mittlerer Hitze leicht anschwitzen.

4. Das Tomatenmark hinzugeben und mit Weißwein-Essig und Wasser ablöschen. Alles gut vermengen und bei niedriger Hitze ca. 1 Minute köcheln lassen.

5. Nun den Reis sowie Schmelzkäse hinzufügen. Letzteren unter ständigem Rühren schmelzen lassen. Abschmecken, den Rosenpaprika und zu guter Letzt den gehackten Basilikum unterrühren.

Guten Appetit!

PS ~ Als Beilage reicht diese Menge für ca. 4 Personen. Eine weitere, dann allerdings nicht mehr vegetarische, Variante erhält man, indem man zwei bis drei, in dünne Scheiben geschnittene, Frankfurter- oder Wiener-Würstchen unter den Reis mischt. So erhält man eine leckere Hauptspeise für 2 Personen.

Dienstag, 17. Juli 2012

Fenchel-Käse-Suppe


Der Gemüsefenchel. Mit dessem Vorfahr, dem griechischen Riesenfenchel, brachte Prometheus der Sage nach die Gabe des Feuermachens zu den Menschen.

In den privaten Küchen hierzulande wird er oftmals verschmäht. Was vermutlich an seinem sehr speziellen Aroma liegt, zu dem nicht jeder auf Anhieb Zugang findet. Dabei schätzen ihn längst selbst internationale Spitzenköche. Und: Man sagt ihm nach ein natürliches Aphrodisiakum zu sein.


Frische, aromatische Fenchelknollen aus regionalem Anbau, sind bei uns in der Zeit von Juli bis September zu haben. Meine beziehe ich von einem lokalen Demeter-Hof.


Mit Fenchel wollte ich schon lange mal wieder arbeiten, und da der Sommer derzeit eher an Herbst erinnert, dachte ich mir ich zaubere mal etwas herzhaftes. Herausgekommen ist diese Fenchel-Käse-Suppe.

Zutaten (für 2 Personen)

  • 2 mittlere Fenchelknollen
  • 25 g Butter
  • 2 El Mehl
  • 75 ml trockener Weißwein, z.B. Rivaner
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • Salz & Peffer
  • Muskat
  • 200 g L'Etivaz oder Comté (schweizerischer bzw. französischer Rohmilchkäse)

Zubereitung

1. Den Fenchel putzen, vierteln, vom Strunk befreien und klein schneiden. Das Fenchelgrün hacken und beiseite stellen.

2. Die Butter in einem Topf erhitzen, den Fenchel hinzufügen, kurz anschwitzen.

3. Mit dem Mehl bestäuben (am besten durch ein feines Sieb streichen) und mit dem Weißwein ablöschen.

4. Die Gemüsebrühe hinzugießen und alles mit einem Schneebesen verrühren, sodass sich keine Klumpen bilden.

 5. Mit Salz, Pfeffer sowie Muskat würzen und bei mittlerer Hitze 10 bis 15 Minuten köcheln lassen.

6. Die Hälfte des Käses, also ca. 100 g, dazureiben, schmelzen lassen und erneut abschmecken.

7. Den übrigen Käse würfeln und unter die Suppe mischen. Die Suppe in Suppenschalen anrichten und mit dem gehackten Fenchelgrün bestreut servieren.

Guten Appetit!

Montag, 16. Juli 2012

Ausprobiert: Dolci Pensieri di Calabria - Zartbitterschokolade mit Lakritze


Die Chocolaterie "Bitter & Zart", in der Nähe des Frankfurter Römers, ist ein Paradies für Connaisseure. Ihre geschmackvoll eingerichteten und liebevoll dekorierten Räume, erinnern unweigerlich an Viannes Chocolaterie aus dem Film-Klassiker "Chocolat".

So findet man neben einer schier unendlichen Auswahl an Pralinès auch diverse Torroni, handgemachte Bonbons und selbstverständlich Schokolade in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen und jeder nur erdenklichen Form.

Eigentlich war ich an diesem speziellen Tag nur dort um meiner Freundin, sie liebt insbesondere Mandel-Nougat über alles, ein weiteres Geschenk anlässlich ihres Geburtstages zu kaufen. Aber wie es eben manchmal so ist, stöberte ich noch etwas durch das reichhaltige Angebot, als mein Blick auf eine Tafel Schokolade in schöner Verpackung in gebrochenem Weiß fiel.

Handgeschöpfte Zartbitterschokolade mit echter Lakritze.

Da konnte ich unmöglich Nein sagen.


Dolci Pensieri di Calabria ist ein kleines Familienunternehmen aus San Fili, einer kleinen Gemeinde unweit des Mittelmeeres in, wie einen der Name bereits erahnen lässt, der süditalienischen Region Kalabrien.


Neben den beiden Geschwistern Franco und Antonio Rao, die das Unternehmen leiten, gibt es in der knapp 150 m² kleinen Schokoladenmanufaktur noch fünf weitere Mitarbeiter. Die Produktion eines Tages umfasst daher auch nur 500 Tafeln handgeschöpfte Schokoladentafeln.


Aus meiner bisherigen Erfahrung harmonieren (zart-)bittere Schokolade und Lakritze sehr gut miteinander. Zu einem rundum gelungenen Abend, wenn die Frau mal wieder aus dem Haus ist und man(n) sozusagen sturmfreie Bude hat, fehlen eigentlich nur noch ein Glas Rotwein und ab und an eine kubanische Zigarre. Das hat wohl etwas mit der Ausschüttung von körpereigenen Glückshormonen zu tun. Kombiniert man dunkle Schokolade, Lakritze, Rotwein und Tabak wird man davon quasi überflutet. Es gibt durchaus Schlimmeres; denke ich.




Aber um es vorweg zu nehmen. 
Manchmal ergibt 1 + 1 eben doch nur 2. So wie hier.

Die Schokolade an sich erfüllt in Bezug auf Optik und Geschmack, sie ist leicht fruchtig, durchaus meine an sie gestellten Erwartungen, und auch die Salzlakritze mit feiner Salmiaknote überzeugt. Aber die Kombination aus beidem eröffnet einem nicht unbedingt neue Horizonte.


Man verstehe mich bitte nicht falsch.


Die Schokolade schmeckt. Aber sollte ich in Zukunft zwischen zartbitterer Schokolade sowie einem Stück Salzlakritze auf der einen, und Zartbitterschokolade mit Lakritze auf der anderen Seite wählen müssen, würde ich mich dann doch eher für die erste Variante entscheiden.


Hinzu kommt, dass bei der von mir getesteten Tafel der Lakritzegeschmack nicht gleichmäßig verteilt war. So waren die Stücke im mittleren Teil bestenfalls von Lakritze geküsst.


Eine zweite Tafel "
Dolci Pensieri di Calabria - Zartbitterschokolade mit Lakritze" würde ich, auch aufgrund des Preises von € 4,95 pro 100 g Tafel, nicht kaufen. Während der Recherche im Internet habe ich allerdings vereinzelte Angebote um € 2,90 gefunden.

Mittwoch, 11. Juli 2012

Scharfe Zitronen-Spaghetti mit Zucchini


Wenn Dir das Leben Zitronen gibt ...mach was Leckeres daraus!

Auch wenn der Sommer 2012 meine persönlichen Erwartungen bisher nicht erfüllt hat, so hatten wir doch immerhin schon den ein oder anderen schönen, sonnigen Tag mit Temperaturen zwischen 25 und 35°C. An solchen Tagen ist mir in der Regel nicht nach schwerem Essen aber von Obst und Eis allein kann der Mensch ja leider auch nicht leben ...oder doch? Wie auch immer.

Letztens war wieder einer dieser Tage und ich erinnerte mich daran, dass ich bereits vor Längerem, auf dem wunderschönen Blog "mia.s everyday stories"ein Pasta-Rezept gesehen hatte, welches ich bei passender Gelegenheit unbedingt nachkochen wollte. Und nun war dieser Moment gekommen. Endlich Sommer! ...oder auch nicht wirklich. Aber wie gesagt: Wenn Dir das Leben Zitronen gibt...

Das originale Rezept findet ihr unter diesem Link hier.



Zutaten (für 2 Personen)

  • 180 g Spaghetti
  • 1 Zucchini
  • 1-2 Bio-Zitronen
  • 1 Zwiebel
  • 2 Chilischoten
  • 2 Tl Thymian
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 2 El Olivenöl
  • Salz & Pfeffer zum Würzen

Zubereitung

1. Die Spaghetti nach Packungsanweisung kochen.

2. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Währenddessen die Zwiebel schälen und würfeln, anschließend in der Pfanne leicht anbraten.

3. Zitrone und  Zucchini kurz unter fließendem Wasser abwaschen und abbürsten. Letztere in kleine Würfel schneiden. Die Chilischoten entstielen, längs halbieren, von den Kernen befreien und anschließend in kleine Streifen schneiden. Alles zu den Zwiebeln in die Pfanne geben und für kurze Zeit mitbraten.



4. Zwiebeln, Zucchini und Chilischoten mit der Gemüsebrühe ablöschen und mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen. Im Anschluss, je nach persönlichem Geschmack, den Saft von 1 bis 2 Zitronen hinzufügen.

5. Die fertigen Spaghetti in die Pfanne geben und alles gut miteinander vermengen.

6. Auf zwei Tellern anrichten und zu guter Letzt noch etwas Zitronenabrieb über die Spaghetti geben.

Guten Appetit!

Montag, 9. Juli 2012

Ausprobiert: Lindt Excellence - À La Pointe De Wasabi


Seit meiner Zeit in der Schweiz bin ich ein großer Fan der Excellence Schokoladen von Lindt. Insbesondere der dunkleren Varianten. Als ich neulich diese neue Sorte im Supermarkt entdeckt hatte, konnte ich nicht anders als eine Tafel davon mit zum Probieren nachhause zu nehmen.

Zuhause angekommen bin ich die nächsten Tage erst einmal um sie rum geschlichen. Feinherbe Schokolade mit Wasabi-Aroma. Ob die wohl schmeckt?

Dass Schokolade mit den unwahrscheinlichsten Dingen harmonieren kann ist mir nicht neu. Zartbitterschokolade mit Erdbeeren und grünem Pfeffer oder mit Meersalz findet man heutzutage in jedem besser sortierten Supermarkt, und seitdem ich weiß, dass Amicelli, die knusprig leichten Waffelröllchen mit einer Füllung aus Haselnusscrème, umhüllt von Milchschokolade hervorragend mit scharfem Senf harmonieren, sollte mich in dieser Hinsicht eigentlich nichts mehr überraschen. Aber Wasabi? Naja... ich weiß ja nicht.

Aber als Deko hatte ich sie ja nicht gekauft, dafür habe ich schon mehr als genug großformatige Coffee Table Books. Also ran an die schweizerisch/japanische Schokoladenkreation.

Mit 47 % Kakaoanteil gehört sie zu den feinherben Schokoladen, ist also eher süß als bitter. Beim ersten Kontakt dominiert dann erwartungsgemäß auch der klassische, süßliche Geschmack von Schokolade. Das Wasabi-Aroma klopft erst einen Bruchteil später an die Geschmacksnerven, drängt sich aber zu keinem Zeitpunkt unangenehm in den Vordergrund.

Die Lindt Excellence: À La Pointe De Wasabi ist also eher etwas für Genießer exotischer Geschmackskombinationen als für die "Für mich kann es gar nicht scharf genug sein" Fraktion.

Ob ich sie wieder kaufen würde? Vorausgesetzt sie bleibt im Programm: Ja. Auch wenn die ungewohnte Kombination zuerst etwas gewöhnungsbedürftig sein mag. Mit der Zeit findet man Gefallen an der gelungenen Kombination aus cremiger, feinherber Schokolade und dem angenehm sanften Aroma des Wasabi.